Meine Konzerte
1976 Neckarstadion Stuttgart
In 1976 organisierte ich das erste Open Air in einem Bundesligastadion. Herrlich, daß der VFB damals abgestiegen ist. Die haben im Jahr zuvor noch um ihren heiligen Rasen gefürchtet und waren gegen ein solches Konzert. Ich gönnte ihnen den Abstieg von ganzen Herzen.
Pörtner & Co.
Konzert mit den Rolling Stones Neckarstadion 1976
Rolling Stones, Meters, u.a.
Juni 19,1976
Neckarstadion Stuttgart
Das Rolling-Stones-Konzert am 19. Juni 1976 im Neckarstadion Stuttgart war ein Meilenstein der deutschen Rockgeschichte – und das erste große Open-Air-Konzert in einem deutschen Fußballstadion überhaupt.
Rolling Stones – Stuttgart 1976:
Fakten & Highlights
Veranstaltungsort
- Neckarstadion Stuttgart (heute: Mercedes-Benz Arena)
- Teil der „Tour of Europe ’76“ zur Promotion des Albums Black and Blue
Setlist (Auswahl aus 19 Songs)
- Honky Tonk Women
- If You Can’t Rock Me / Get Off of My Cloud
- Fool to Cry
- Midnight Rambler
- Brown Sugar
- Jumpin’ Jack Flash
- Street Fighting Man
- Auch Billy Preston performte zwei Songs: Nothing From Nothing und Outa-Space
Line-up
- Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood, Charlie Watts, Bill Wyman
- Gastmusiker: Billy Preston, Ollie Brown, Ian Stewart
Dokumentation & Mitschnitt
- Ein vollständiger Audio-Mitschnitt des Konzerts ist auf YouTube verfügbar:
Rolling Stones Live – Stuttgart 1976 - Das Konzert war Teil einer Tour mit 41 Shows in Europa – darunter auch Auftritte in München, Zagreb und Paris
Es war nicht einfach, das Stadion mieten zu dürfen.
Es gab viele Gegner, einer davon war dieser „Fachmann“
Brodbecks Tirade
Kein Pop im Neckarstadion
Der Sportausschuss hat eine kluge Entscheidung getroffen. Er hat den Antrag auf ein Popkonzert im Neckarstadion abgelehnt. Das hat nichts damit zu tun, die verantwortlichen Männer seien Gegner solcher Konzerte. Ganz im Gegenteil. Nur – es gehört alles an den richtigen Platz.
Rauschgiftsüchtige, wie sie bei anderen Popkonzerten oft festgestellt werden, alkoholgeschwängerte Besucher*, sie alle haben nun einmal nichts in einem Sportstadion zu tun. Dazu kommt, dass der Rasen in Gefahr geraten wäre. Man hat das schon wiederholt erlebt.
Beispielsweise bei Kirchtagen, als der Rasen stückweise abgedeckt worden war. Noch nach einem halben Jahr sah man die verdorrten Stellen. Zum anderen haben wir im Neckarstadion eine Tartanbahn, die viele Hunderttausende von Mark gekostet hat.
Löcher, durch brennende Zigaretten entstanden, könnten auf dem Tartanbelag nicht mehr ausgegossen werden. Der Schaden könnte so groß werden, dass man möglicherweise einen ganz neuen Belag brauchen würde.
Deshalb auch für die Zukunft: Man sollte das Neckarstadion nicht zweckentfremden, sondern nur den Veranstaltungen zugänglich machen, bei denen Ruhe und Ordnung gewahrt werden.
Kommentar JW:
Und so ein Anzeigenblatt-Schreiber soll angeblich der Erfinder des *Stuttgarter Weindorfs gewesen sein, wo bestimmt nie Alkohol konsumiert worden ist. Seine Aussagen waren gegenüber Konzertbesuchern völlig diskriminierend. Keiner hat ihn nach seiner Meinung gefragt. Trotzdem hat er uns als Veranstalter mit seinem Kommentar in einem lokalen Anzeigenblatt belästigt.
Was für ein eindimensionaler Mann. Bei seiner Grundeinstellung frage ich mich doch besorgt, was hat der gute Mann denn so bis 1945 gearbeitet?
Jetzt 50 Jahre danach ist dieser Kommentar so was von lachhaft und fehlangebracht.
Wie viele erfolgreiche Stadion Open Airs gab es mittlerweile weltweit pro Jahr? Taylor Swift, Rolling Stones, Bruce Springsteen, Coldplay, AC/DC – viele dieser Acts spielen nur noch in Stadien.
Also war meine Vision für Stadionkonzerte bereits im Jahr 1975 absolut richtig.
Veröffentlichungsdatum dieses „lustigen“ Kommentars von Erich Brodbeck ist mir leider unbekannt, vermutlich Anfang 1976 oder Ende 1975.
Der Veranstaltungsort
Neckarstadion Stuttgart
Das erste Bundesligastadion das mit einem Rockkonzert „zweckentfremdet“ wurde. Im Gegensatz zu manchen Skeptikern hat aber alles bestens geklappt.
19. Juni 1976
Neckarstadion
Das Neckarstadion, heute offiziell als MHPArena bekannt, ist ein traditionsreiches Fußballstadion im Neckarpark in Stuttgart-Bad Cannstatt. Es ist die Heimstätte des VfB Stuttgart und hat eine bewegte Geschichte, die eng mit der Entwicklung des Fußballs und der Stadt Stuttgart verbunden ist. Hier sind die wichtigsten historischen Fakten:
Baugeschichte und Namensentwicklung
– 1929–1933: Das Stadion wurde als Stuttgarter Kampfbahn nach Plänen der Architekten Paul Bonatz und Friedrich Scholer erbaut.
– 1933–1945: Nach der Erbauung wurde es in Adolf-Hitler-Kampfbahn umbenannt und diente während der NS-Zeit auch für Propaganda-Veranstaltungen.
– 1945–1949: Unter der US-Besatzung hieß es Century Stadium oder Kampfbahn und wurde für Baseballspiele genutzt.
– 1949–1993: Umbenennung in Neckarstadion nach dem nahegelegenen Fluss Neckar. Dieser Name ist bis heute im Sprachgebrauch vieler Fans verankert.
– 1993–2008: Nach umfangreichen Umbauten, teilweise finanziert von Daimler-Benz, wurde es zu Ehren des Erfinders Gottlieb Daimler in Gottlieb-Daimler-Stadion umbenannt.
– 2008–2023: Als Mercedes-Benz-Arena bekannt, benannt nach dem Automobilhersteller.
– Seit 2023: Der aktuelle Name MHPArena leitet sich von der MHP Management- und IT-Beratung (Mieschke, Hofmann und Partner) ab, einer Tochterfirma der Porsche AG.
Wichtige historische Ereignisse
– 1948: Erstes offizielles internationales Spiel nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen den Stadtauswahlen von Stuttgart und Zürich.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_Arena_%28Stuttgart%29)
– 1949: Das Endspiel der Deutschen Meisterschaft zwischen VfR Mannheim und Borussia Dortmund, bekannt als „Hitzeschlacht von Stuttgart“, fand vor 92.000 Zuschauern statt.
– 1950: Erstes Nachkriegsländerspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz vor über 100.000 Zuschauern (offiziell 96.400, Rekordbesuch).
(https://en.wikipedia.org/wiki/Neckarstadion)
– 1959: Austragung des Europapokal-Finals der Landesmeister zwischen Real Madrid und Stade Reims.
(https://en.wikipedia.org/wiki/MHPArena)
– 1962: Wiederholungsspiel des Europapokal-Finals der Pokalsieger zwischen Atlético Madrid und AC Florenz.
– 1974: Vier Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft, darunter das legendäre Spiel zwischen Polen und Italien.
– 1976: Erstes Open Air Konzert in einem Bundesliga-Stadion mit den Rolling Stones
– 1988: Zwei Spiele der UEFA Euro, einschließlich eines Halbfinals, sowie das Finale des Europapokals der Landesmeister (PSV Eindhoven vs. S.L. Benfica).
– 1989: Rückspiel des UEFA-Cup-Finals zwischen VfB Stuttgart und SSC Neapel (3:3, Neapel gewann insgesamt).
– 1990: Erstes Länderspiel nach der deutschen Wiedervereinigung, wieder gegen die Schweiz.
– 1986 & 1993: Austragung der Europäischen und Weltmeisterschaften in der Leichtathletik.
(https://en.wikipedia.org/wiki/MHPArena)
– 2006: Sechs Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft, einschließlich des Spiels um Platz 3.
– 2024: Spiele der UEFA Euro, wofür umfangreiche Modernisierungen durchgeführt wurden.
Umbauten und Modernisierungen
– 1949–1951: Ausbau der Gegentribüne und Erhöhung der Kapazität auf ca. 97.500 Plätze durch provisorische Holztribünen, was jedoch Sicherheitsprobleme verursachte.
(https://dewiki.de/Lexikon/Mercedes-Benz_Arena_%28Stuttgart%29)
– 1951: Erweiterung der Cannstatter und Untertürkheimer Kurve, Kapazität nahezu 100.000.
– 1963: Einbau einer Flutlichtanlage, eröffnet mit einem Freundschaftsspiel zwischen VfB Stuttgart und FK Partizan Belgrad.
– 1974: Für die WM wurde die Haupttribüne abgerissen und durch eine dreigeschossige Tribüne ersetzt. Die Gegentribüne erhielt ein Dach, und eine Anzeigetafel wurde installiert.
– 1990: Installation einer Rasenheizung.
(https://www.mhparena-stuttgart.de/arena/baugeschichte/)
– 1992–1993: Komplette Membran-Überdachung für die Leichtathletik-WM, designed von Schlaich Bergermann Partner. Viele Stehplätze wurden in Sitzplätze umgewandelt.
– 2009–2011: Umwandlung in ein reines Fußballstadion durch Absenkung des Spielfelds, Abriss der Leichtathletikbahn und Neubau der Kurven. Kapazität auf ca. 60.058 reduziert.
– 2017: Austausch des Stadiondachs für 9,75 Millionen Euro.
– 2022–2024: Modernisierung für die UEFA Euro 2024, einschließlich Neubau der Haupttribüne, neuer Teamkabinen, Medienzentrum und Business-Bereiche für ca. 98,5 Millionen Euro.[]
Besondere Merkmale
– Kapazität: Derzeit 60.058 Plätze, früher fast 100.000
– Cannstatter Kurve: Heimat der VfB-Ultras, seit 2011 mit 8.000 Stehplätzen.
– Untertürkheimer Kurve: Bereich für Gästefans und VIP-Lounges.
– Dachkonstruktion: Die Membran-Überdachung aus PVC-beschichtetem Polyester hält 1.000 kg pro Quadratdezimeter und ist an einem 2.700 Tonnen schweren Stahlrahmen befestigt.
– Kulturelle Bedeutung: Neben Fußball auch Austragungsort für Konzerte (z. B. Rolling Stones 1976, Tina Turner 1990) und andere Großveranstaltungen.
Für mich als Konzertveranstalter war das der Peak.
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